Medical Augmented Reality Summer School 2025: Ein Blick in die Zukunft der Medizin

Zukunftsmedizin entsteht dort, wo klinisches Wissen, Datenwissenschaft und technologische Innovation ineinandergreifen. Diesen Brückenschlag schaffte die fünfte Medical Augmented Reality Summer School (MARSS), die letzten August an der Universitätsklinik Balgrist und im OR-X stattfand.

Über 50 Fachpersonen aus 13 Ländern – von Chirurgen und Chirurginnen bis zu Ingenieuren und Ingenieurinnen – arbeiteten an neuen Methoden und Konzepten in den Bereichen Medical Augmented Reality (AR) und Surgical Data Science, zwei Schlüsselthemen für eine personalisierte und präzisere Medizin.


Ein Forum für Austausch und medizinische Entwicklung

Während acht Tagen trafen in Keynotes, Workshops und einem Hackathon Disziplinen aufeinander, die im klinischen Alltag oft getrennt voneinander agieren. Datenmodelle, Navigationssysteme und Visualisierungstechniken wurden nicht nur vorgestellt, sondern unter Leitung internationaler Experten für ihre konkrete Anwendung im Operationssaal weiterentwickelt und erprobt. «Besonders wertvoll war die enge Zusammenarbeit von technischer und medizinischer Perspektive, was letztlich allen Teilnehmenden neue Einblicke ermöglicht hat», betont Dr. Matthias Seibold, Stv. Leiter der Balgrist-Forschungsgruppe ROCS und Mitglied des Organisationskomitees.

Von diesem interdisziplinären Nährboden profitierte besonders die erstmalige Durchführung des Medical Training Tracks im OR-X. Chirurgen und Chirurginnen und Studierende konnten dort unter realistischen Bedingungen Technologien wie KI-gestützte Navigation, robotische Systeme und AR-basierte Zugangssimulationen erproben. Zwei Live-Operationen an humanen Präparaten in Form einer endoskopische Wirbelsäulendekompression und einer offene Wirbelsäulenfusion gaben Einblicke, wie digitale Systeme in die chirurgische Praxis integriert und Innovationen ohne Gefährdung von Patienten getestet werden können.